Pressemeldung:
Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn
Kategorie: AktuellesSchauspiel mit Musik
Von Andreas Marber; Regie: Martin Maria Blau
Mit Nina Petri
Am Piano: Jens- Karsten Stoll
Die Hamburger Kammerspiele starten maritim in die neue Spielzeit. Der musikalische Theaterabend „Seine Braut war das Meer und sie umschlang ihn“ ist eine Melange aus zünftigen Seemannsliedern (am Piano: Jens-Karsten Stoll) und zugleich die Auseinandersetzung einer Frau mit ihren Gefühlen angesichts einer einzigartigen Liebe.
„Wir waren einander Hafen in der See unseres Lebens.“
Einmal im Jahr, an seinem Geburts- und Todestag, resümiert die Frau ihre Gefühle zu diesem Mann, der meist fern von ihr auf hoher See war und sie alleine ließ mit all ihren Gedanken, die – wie das Meer – mal verführerisch leicht und voller Leidenschaft waren, mal schäumend und stürmisch wütend. Von der liebestollen Braut, die in amourösen Abenteuern schwelgt, wandelt sie sich zu einer polternden Furie, die von Wahnsinn und Eifersucht getrieben wird, und es entwickelt sich ein Sog, der den Zuschauer lustvoll und unwiderstehlich mit in den Abgrund reißt: „Erfüllung, Mord und Totschlag, Rausch und Ernüchterung, alles ist in mir, Glück und Gewalt, Gewitter und Unterschlupf.“ Bei dieser musikalischen Seefahrt tut sich am Ende so mancher Abgrund auf. War es wirklich das Meer, das den Seemann getötet hat?
Nina Petri ist für ihre Vielseitigkeit bekannt. In Filmen wie „Lola rennt“ und „Bin ich schön?“ zeigte sie ihre schauspielerische Bandbreite – für beide Rollen bekam sie den deutschen Filmpreis. Auch glänzte sie in der Verfilmung des Psychodramas „Nachts, wenn der Tag beginnt“. Im Altonaer Theater war sie an der Seite von Peter Franke in „Kleiner Mann – was nun“ zu sehen. In den Kammerspielen wird sie nun als ebenso leidenschaftliche wie derb-polternde Matrone singend die Bühne erobern.
