Pressemeldung:
Enron
Kategorie: ArchivVon Lucy Prebble
Regie: Ralph Bridle
Ausstattung: Dietlind Konold
Mit Katrin Gerken, Harald Maack, Elena Meißner, Markus Mössmer, Marlène Meyer-Dunker, Matthias Pantel, Martin Semmelrogge, Nicki von Tempelhoff
Einer der berühmtesten Skandale in der Finanzgeschichte wird zum Theater-Ereignis.
Der Texanische Energiekonzern Enron, beschäftigte ca. 22.000 Mitarbeiter, bezeichnete sich in Veröffentlichungen gern als „Die großartigste Firma der Welt“ und wurde von den Medien lange Zeit als höchst innovatives Unternehmen ausgezeichnet.
Alles nur Fake! Der Energie-Riese hatte in unvorstellbaren Ausmaßen Zahlen frisiert, Bilanzen gefälscht, Schulden kaschiert. Mit ausgedachten Geschäftserfolgen kletterten die Aktienkurse in die Höhe, strichen Manager Millionengewinne ein, bis schließlich 2001 das Kartenhaus mit Milliardenverlusten in sich zusammenfiel. Anleger und Mitarbeiter stürzten in den Ruin.
Der Skandal traf die amerikanische Nation ins Mark.„Enron“, ein riesiger Erfolg am Royal Court Theatre, zog ans Londoner West End und kam im April 2010 auch am Broadway heraus. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beschrieb „Enron“ als „Sensation der Saison“. Das Stück erzählt nicht von den belogenen und betrogenen Opfern, sondern von den Akteuren in der Schaltzentrale des Konzerns. Messerscharfe Dialoge und dramatische Szenen um Machtgewinn und –verlust.
Prebble zeigt das Doppelgesicht des Kapitalismus: seine überbordende Energie und seine Selbstüberschätzung.
"Die junge Autorin Lucy Prebble nutzt in ENRON die Möglichkeiten des Theaters (...) und gibt realen Vorgängen surreale Züge (...) Das führt in eine aberwitzige Scheinwelt von virtuellen Geschäften und Bilanzfälschungen." (FAZ)

